Jahrgang 13 trifft Arno in Florenz

Jahrgang 13 trifft Arno in Florenz

Und nicht nur das: Die Abschlussfahrt des 13. Jahrgangs nach Florenz begann mit viel Vorfreude. Nachdem wir uns allesamt im Internet die malerischen Städte angesehen hatten, die es zu besichtigen galt und die traumhaften Wetteraussichten bestaunt hatten, gab es kaum jemanden, der nicht gerne nochmal die Sommerklamotten rausholte.

Am Sonntag um 19 Uhr ging dann die Busfahrt schließlich, mit viel Sonnenschutzmittel und guter Laune im Gepäck, los. Ohne Verzögerungen kamen wir wie geplant nach 18 Stunden Fahrt in Florenz an.

Erschöpft erreichten wir das Hotel und nach dem ersten Durchatmen begann unsere Stadttour durch Florenz. Der Wetterbericht hatte nicht gelogen, bei 33°C machten wir uns auf. Zwei Stunden lang bekamen wir so einen ersten Eindruck von Florenz. Der Fluss Arno, an dem auch unser Hotel lag, die vielen kleinen Plätze, Märkte und die Architektur, welche zum großen Teil mehrere Hundert Jahre alt ist. Außerdem bekamen wir schnell einen Eindruck davon, welches Verhältnis die Stadt zur Kunst hat. Ob an den Hauswänden, Stromkästen und sogar an Verkehrszeichen, in Florenz sieht man an den unüblichsten Stellen Werke, über die man sich auch nicht im Museum gewundert hätte. Viele ließen dann den ersten Abend mit einer leckeren italienischen Pizza ausklingen.

Nach einer erholsamen Nacht, die endlich wieder in einem Bett verbracht werden durfte, waren wir alle wie neu geboren. Um 10 Uhr ging es dann in das Michelangelo-Haus, in welchem wir die großartigen Werke dieses Künstlers bestaunten und einiges über den schon früh kunstbegeisterten Michelangelo lernen durften. Anschließend fuhren wir in den kleinen Ort Vinci, in welchem wir das Leonardo da Vinci Museum besuchten. Faszinierend waren die vielen Modelle dieses genialen Menschen, ob von Flugmaschinen, Kränen, Brücken oder anderen für diese Zeit revolutionären Erfindungen. Nach einer unglaublich schönen Aussicht vom obersten Stockwerk aus über die Felder und kleinen Hütten der Toskana kamen wir zu einem weiteren Teil des Museums. Dort staunten wir nicht schlecht, dass Leonardo da Vinci nicht nur Physiker war, sondern sich auch Sprachgelehrter, Arzt und bestimmt 20 weitere, berechtigte Titel geben durfte.

Am dritten Tag standen zwei Stadtbesichtigungen an. Zunächst ging es eine Stunde mit dem Bus nach Siena, anschließend eine Stunde von Siena nach San Gimignano, bevor es wieder nach Florenz ging. Trotz großer Hitze hielten wir zum größten Teil die zwei Stadtführungen in den Orten ohne Probleme durch. In Siena besichtigen wir eine Kirche; San Gimignano ist eine mittelalterliche Stadt mit vielen kleinen Gassen. Durch den Zeitmangel hatten wir nur wenig Gelegenheit uns selbst in den Orten umzusehen, aber unsere Tourguides zeigten uns die schönsten Plätze und erzählten so interessante Geschichten über vergangene Helden der Stadt, sodass uns die wenige eigene Zeit fast nicht störte. Das Highlight war eindeutig das beste Eis Italiens, welches wir am Ende der Führung in San Gimignano bekamen. Der Titel der Eisdiele war in jedem Sinne verdient!

Am Donnerstag, unserem letzten Tag, standen nur noch der Besuch im Palazzo Medici Riccardi, einem großen, pompösen Wohnhaus der einstigen Adelsfamilie Medici, und der Besuch der Boboli-Gärten beim Palazzo Pitti an. Das Haus der Medici war wieder ein fantastisches Beispiel für die alte italienische Kunst, denn das ganze Haus ist von der Decke bis zur Fußleiste ein einziges Kunstwerk. Die Boboli-Gärten waren auch einen Besuch wert, doch glich der Spaziergang in diesem eher einem Bergaufstieg. Wie ein Wunder begann es dann nach dem Abstieg das erste Mal zu regnen, was uns nach 3 Tagen mit einer dauerhaften Tagestemperatur von über 30 Grad sichtlich guttat.

Um 18 Uhr gingen wir dann geschlossen das letzte Mal in unser allabendliches Restaurant. Gut gestärkt und mit vielen Bildern und kleinem Hitzestich traten wir dann die Rückreise an. Trotz Verspätung und Panne kamen wir dank unserer großartigen Busfahrer am Freitagmittag wieder größtenteils gesund, aber völlig erschöpft in Mellendorf an.