Jugend debattiert: Helmpflicht für Auslandsreisen!? – Nee, es war ganz anders…

Jugend debattiert: Helmpflicht für Auslandsreisen!? – Nee, es war ganz anders…

Jugendlichen wird ja immer nachgesagt, sie würden sich nicht so richtig für politische und gesellschaftliche Dinge interessieren… – völlig falsch!

Nachdem unser 9. Jahrgang sich im Deutschunterricht intensiv mit Debattenkultur auseinandergesetzt hatte, stand heute unser Schulentscheid für den Wettbewerb „Jugend debattiert“ an.  Und der hatte es in sich:

Im Halbfinale traten die 8 Klassensieger vor die 160 Zuhören im Forum und lieferten sich in zwei Debatten zum Thema „Soll eine Helmpflicht für Elektroroller-Fahrer eingeführt werden?“ ein enges Rennen. Es ging um schwere Unfälle, Kopfläuse und natürlich um die Frage, ob gerecht ist, wenn man die Allgemeinheit mit seinen Krankheitskosten belastet, die durch schwere Verletzungen entstehen, die mir einem Helm vermeidbar wären. Eine schwierige Frage, die auch die Jury durchaus in Bedrängnis brachte, sich für die Kandidaten zu entscheiden, die sich für das Finale im Schulentscheid qualifizierten.

Hannah Mielke (9.4), Chiara Schleppegrell (9.6), Jaron Bösler (9.1) und Mika Häbe (9.2) machte ihre Sache dabei nach Jurymeinung am besten und gingen ins Finale um den Schulsieg.

Etwa eine Stunde nach dem Auslosen der Positionen in der Debatte, bei der auch entschieden wird, ob der Debattant für oder gegen eine Maßnahme Position beziehen muss, startete das Finale. Hier hatte man sich im Vorfeld für eine anspruchsvolle Debattenfrage entschieden – „Ein echtes Brett!“, wie es Jurymitglied Daniel Stampnik später ausdrückte.

Zum Thema „Sollen Schulen, die Abschlussfahrten in das Ausland anbieten, verpflichtet sein, immer auch eine Fahrt nach Ostmitteleuropa oder Osteuropa durchzuführen?“ wurde wieder engagiert debattiert und am Ende setzten sich die beiden Schüler durch, die es schafften, sowohl die eigenen Erfahrungen, als auch die politische Ebene aber auch die Frage nach gemeinsamen Werten in ihren Argumenten angemessen zu beleuchten. Nach Meinung der Jury gelang dies Jaron Bösler und Hannah Mielke an diesem Tag am besten und damit standen die beiden als Sieger fest und vertreten unsere Schule nun auf der nächsten Ebene des bundesweiten Wettbewerbs „Jugend debattiert“.

Mal sehen wie weit der Weg unserer Kandidaten diesmal führen wird.

Für die Pausen, die in der Veranstaltung entstehen, da die Jury sich ja nach jeder Debatte beraten muss, um ein Urteil zu fällen, hatte der Jahrgang sich diese Mal etwas Besonderes einfallen lassen: Die sechs Klassen des Jahrgangs spielten in sechs Spielrunden um einen Ausflugstag das Spiel „Schlag den Jahrgang“. Sport, Geschick und Glück waren nötig, um die anderen Stammgruppen dabei hinter sich zu lassen. Und so wurde kurz vor der Verkündung der Debattensieger auch noch mit größtmöglicher Spannung die Siegerklasse im Pausenspiel bekanntgegeben.

Die Klassensprecher auf der Bühne waren sich fast alle einig, dass ihre Klasse ganz vorne auf der Liste stehen musste, nur die 9.4 bezeichnete sich eher als den „Sieger der Herzen“. Umso größer war dann die Freude, als sich nach maximaler Spannung herausstellte, dass der selbsternannte „Sieger der Herzen“ tatsächlich auch nach Punkten vorne lag. Der Rest war Jubel…

Der 9. Jahrgang hatte insgesamt einen kurzweiligen und spannenden Tag bei und mit „Jugend debattiert“ und hat dabei ganz nebenbei bewiesen, dass die Jugend eben doch politisch und gesellschaftlich interessiert ist.

Wir danken ganz besonders unserer Jury, bestehend aus Frau Prill, Frau Rosskopf, Herrn Stampnik und Herrn Meyer, die nun wirklich keinen leichten Job hatte.