Oberstufe

Unser 12. Jahrgang beschreibt euch aus erster Hand wie sie die Oberstufe erbleben:

Das Schulleben in der Oberstufe unterscheidet sich in vielen verschieden Punkten von der Unterstufe. Nicht nur das Arbeits- sowie Leistungsniveau wird angezogen, sondern auch die Zusammensetzung der Klassen wird erneuert. Es gibt keine Klassen im eigentlichen Sinne mehr, sondern nur noch Tutorien. Im Rahmen dieses Tutoriums werden organisatorische Dinge besprochen, der Tutor ist Ansprechpartner bei persönlichen Problemen oder offiziellen Nachfragen. Innerhalb dieses Tutoriums, wird in der dreizehnten Klasse und somit dem Abschlussjahr eine gemeinsame Studienfahrt unternommen.

Am Ende der elften Klasse werden die Schüler aufgefordert, ein Profil zu wählen, welches sich aus verschieden gewählten Leistungskursen zusammensetzt. Es müssen drei Kurse gewählt werden, in denen ein erhöhtes Niveau unterrichtet wird. Die verschiedenen Profile, die die IGS anbietet, bestehen aus dem Naturwissenschaftlichen Profil, darunter zählen die Leistungskurse Chemie, Biologie, Mathematik sowie Physik, dem sprachlichen Profil mit Englisch, Deutsch und einer zweiten Fremdsprache wie beispielsweise Spanisch oder Französisch. Bei dem gesellschaftlichen Profil besteht die Wahl zwischen den Kursen Politik, Geschichte und Erdkunde.

Der Unterricht in den Kursen wird im Falle eines fehlenden Lehrers nur selten vertreten. Die Schüler haben in diesem Zeitraum nicht „frei“, sondern sie bekommen von ihrem jeweiligen Lehren Aufgaben gestellt, die sie im Rahmen dieser Zeit, erledigen sollten.

Das Erreichen der Oberstufe ist zugleich der Einstieg in ein deutlich selbstständigeres und auch zeitintensiveres Schulleben.
Die elfte Klasse, die sogenannte Einführungsphase ist demnach auch wortwörtlich gemeint. In der elften Klasse muss man bereits deutlich selbstständiger arbeiten. Die Ansprüche in den Klausuren werden erhöht und auch die Hausaufgaben werden häufiger. Man muss lernen seine Sachen zu strukturieren, damit man auf Basis der vorhandenen Materialien neu Erlerntes aufbauen kann.
Ab der zwölften Klasse muss diese Selbstständigkeit vollkommen da sein. Man hat, wie erwähnt, keine Klasse mehr an der man sich orientieren kann, sondern jedes Fach besteht aus einzelnen Kursen. Dementsprechend muss man sich viel selbst orientieren. Dies fängt bereits bei der Erstellung des Stundenplanes an. Man bekommt am ersten Schultag nicht, wie in den Jahren zuvor, einen festen Stundenplan zurecht gelegt, sondern man bekommt sogenannte Leisten, aus denen man sich den Stundenplan selbst erschließen muss. 
Zudem werden die Schultage von der Stundenanzahl länger. Alle Schülerinnen und Schüler haben mindestens einen Tag in der Woche nach der zehnten Stunde Schulschluss. Dazu kommt jedoch noch, dass man innerhalb eines Tages auch reguläre Freistunden haben kann.
Änderungen werden hauptsächlich über den Vertretungsplan mitgeteilt, d.h. jede/r Schüler/in muss sich selbstständig über diesen informieren, ob der Unterricht regulär stattfindet oder ausfällt bzw. ob eventuell ein Raumwechsel stattfindet.
Auch für die Hausaufgaben und das Lernen der Klausuren sollte man in der Oberstufe mehr Zeit investieren. Um diesen zeitlichen Mehraufwand zu schaffen, ist eine persönliche Strukturierung von Vorteil, um trotz der langen Schultage noch alle Hausaufgaben erledigen zu können.

Ein weiterer Punkt, in dem sich die Oberstufe von der Unterstufe unterscheidet, ist das Seminarfach, welches alle Schüler zu Beginn des zwölften Jahrganges wählen müssen. Dieses Fach ist zweistündig und bietet die Vorarbeit auf eine fünfzehnseitige Facharbeit, das dazugehörige Exposé, sowie einen Vortrag, der die Facharbeit vorstellt und einem Portfolio, in dem die Arbeitsschritte und Vorbereitung festgehalten werden.  
Die Sportkurse sind ebenfalls anders als in dem SEKI Bereich und der elften Klasse. Man wählt zu jedem Halbjahr einen neuen Kurs d.h. ein neues Thema. Entscheiden kann man immer zwischen zwei Team –und zwei Individualsportarten. Wichtig ist dabei nur, dass man am Ende der dreizehnten Klasse jeweils zwei Individual – und zwei Teamsportarten belegt hat. In welcher Reihenfolge man diese belegt, ist wieder jedem selbst überlassen.

Man kann also sagen, dass sich nicht nur Unter- und Oberstufe voneinander unterscheiden, sondern auch der elfte und zwölfte Jahrgang. Die Zeit, die die Schüler des elften Jahrganges für ihre Klausuren haben, liegt bei zwei Stunden, die Schüler der zwölften Klassen, bekommen bereits drei Stunden Zeit als Vorbereitung auf den dreizehnten Jahrgang und die damit verbundenen Abiturprüfungen. Diese Prüfungen umfassen einen Zeitraum von sechs Stunden. Jedoch wird nicht nur mehr Zeit gegeben, sondern auch das Leistungsniveau der Aufgaben, wird angehoben und somit der Zeit angepasst.

Alicia Möhlenrink (12.4), Frauke Drinkuth, Alissa Riesenkamp (12.3)