Schüler produzieren eine Nachrichtensendung – Klaro!

Schüler produzieren eine Nachrichtensendung – Klaro!

Wenn Schüler als Kamerateam durch die Wedemark ziehen, dann muss das einen Grund haben. In diesem Fall die Teilnahme am Schülerwettbewerb zur politischen Bildung.

Schüler als Redakteure, Reporter, Kameraleute, Cutter und Moderatoren – die Klasse 7.3 stellt ihr Projekt aus dem Schwerpunktunterricht vor:

Unsere Klasse 7.3 hat sich am Anfang für die Aufgabe entschieden, eine Kinder-Nachrichtensendung nach Vorbild der Sendung Logo! des Kinderkanals zu produzieren.

Dazu haben wir uns erst einmal ein paar Sendungen Logo! angeguckt und haben dann besprochen, wie diese Nachrichten aufgebaut sind. Wir lernten etwas von  O-Tönen, Kameraperspektiven oder einem Greenscreen. Dazu und zu den eigentlichen Funktionen von Medien (Information, Meinungsbildung, Kontrolle) gab es ein ganzen Haufen kopierte Blätter, damit wir uns auch wie richtige Journalisten ans Werk machen konnten.

Als wir das alles getan hatten, haben wir die drei Redaktionen (Sport, Politik und Gesellschaft) gebildet und entsprechende Redaktionsleiter gewählt, die ab diesem Zeitpunkt die Redaktionssitzungen leiten sollten. Nun suchten die einzelnen Redaktionen Themen aus, über die sie berichten wollten. Das war gar nicht so einfach und führte dazu, dass sich aus drei Redaktionen fünf Themen bildetet:

Straßenschäden in der Wedemark

Mountenbiking in den Brelinger Bergen

Kriminalität in der Wedemark

Tablets in der Schule

Rollschuhlaufen als Vereinssport im REG

Nun ging die Arbeit aber erst richtig los. Wir suchten uns Experten und Gesprächspartner und machten uns Gedanken über geeignte Drehorte für die passenden Bilder. Auch mussten wir uns um den eigentlich Inhalt der Beiträge kümmern, Termine absprechen und Genehmigungen zum Dreh und zur Veröffentlichung einholen. Vieles musste Herr Rose dann noch einmal per E-Mail bestätigen – offensichtlich traut man 7.-Klässler das so nicht zu.

Dann war es soweit, wir bekamen vom Medienzentrum der Region Hannover für zwei Wochen zwei Koffer mit Kamera, Stativ, Tonangel und Mikrofon und konnten nun losfilmen. Das war mit 5 Gruppen und 2 Ausrüstungen nicht so einfach, denn es ergab sich ein ziemlicher Zeitdruck. Ein paar Testaufnahmen hatten wir bereits auf dem Schulhof zum Üben gemacht, das half uns nun.

Leider gab es nun die nächsten Probleme: Die Realschule sagte den vor den Herbstferien abgesprochenen Drehtermin nach den Ferien kurzfristig ab, weil es ein Missverständnis in der Absprache gab und man nicht mehr teilnehmen wollte. Wir konnten uns dann aber doch noch darauf einigen, eine 5. Klasse besuchen zu dürfen. Dafür wollen wir uns noch einmal herzlich bei Herrn Szabo bedanken.

Die Mountainbikegruppe hatte erst Pech mit dem Wetter, welches Außenaufnahmen im Wald unmöglich machte. Als man sich dann am Wochenende im Wald traf, hatte man zuerst keine Kamera, dann fuhr sich unser Lehrer fast mit dem Auto fest und als wir dann endlich mit dem Fahrrad alles in den Wald gebracht hatten und gefilmt hatten, achtete leider keiner mehr auf den Ton und so merkten wir erst am Montag in der Schule, das das Mikrofon nicht eingeschaltet war. Der entstandene Stummfilm taugte nur noch für den Abspann, einen Beitrag konnten wir so nicht mehr herstellen. Der Schluss unserer Sendung ist dafür aber echt gut geworden.

Auch die Kriminalitätsgruppe konnte am Ende keinen Beitrag zusammenbekommen, obwohl sie zweimal bei der Polizei zum Drehen war. Dabei ging dann leider die Bedienungsanleitung der Kamera verloren. Sie wurde dann durch Herrn Kremrich in der Realschule abgegeben, was zu „Ermittlungen” auf dem ganzen Campus führte, die uns fast noch ins Fundbüro geführt hatten.

Jetzt hatten wir zwar nur noch drei Beiträge, diese waren aber ja noch lange nicht fertig. Unsere Filmaufnahmen und O-Töne musste jetzt ja noch in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Jonathan fertigte den Rohschnitt für die Straßenschäden zuhause an, die anderen beiden Beiträge wurde an einen Samstag in der Schule auf dem Rechner von Herrn Rose durch Ines, Anna-Lena, Michelle, Alma geschnitten. Das alleine dauerte 4 Stunden!

Eine Woche später trafen wir uns dann wieder in der Schule, um die Audiokommentare auf die Beiträge aufzunehmen. Diesmal waren René, Jonathan, Giuliana, Pia und Michele mit dabei. Und wieder verbachten wir mehrere Stunden damit, die vorbereiteten Texte aufzunehmen. Sehr viel, wenn man bedenkt, dass am Ende insgesamt nur etwa 5 Minuten Beitrag dabei herausgekommen sind. Da unsere gesamte Nachrichtensendung aber nur 6 Minuten dauern darf, war mehr sowieso nicht erlaubt, denn die Studiomoderation und der Vor- und Abspann fehlten ja noch.

Da nun alle Beiträge von Mädchen kommentiert wurden, sollte die Studiomoderation von den Jungs übernommen werden. Dazu war dann wieder ein Wochenendtermin fällig. Luis, Tim, Anton und René trafen sich wieder an einem Samstag in der Schule, bauten den Greenscreen auf und legten los. Dazu musste erneut eine Kameraausrüstung aus dem Medienzentrum geholt werden, die sich noch als Problem herausstellen sollte. Denn leider funktionierte das geliehen Mikrofon nicht und wir musste das Kameramikrofon benutzen, was man auf dem Ergebnis auch leider deutlich hören kann. Zwei Tage vor Abgabe, war das aber nicht mehr anders zu lösen – schade.

Nachdem wir 6 unterschiedliche Moderationsmöglichkeiten und ca. 184 Einzelsequenzen aufgenommen hatten, entschied sich die Klasse am Abgabetag für die Version, in der René und Luis als Doppelmoderation durch die Sendung führen. Und da wir ja eine eigene Sendung gemacht haben, heißt die auch nicht Logo!, sondern Klaro! Ansonsten ist alles drin, was ihr aus dem echten Fernsehen kennt: Drei interessante Berichte, eine ausgeklügelte Moderation und natürlich ein aufwendig geplanter Abschluss-Gag.

Niemand hätte gedacht, dass eine 6-minütige Nachrichtensendung uns derart lange beschäftigen würde. Das Ergebnis wird nun beim Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung eingereicht. Und ganz egal, ob es einen Preis gibt oder nicht: Wir sind auf das Ergebnis stolz!

Leider darf unsere Nachrichtensendung nicht vor Abschluss des Wettbewerbs öffentlich gezeigt werden. Wann und wo der Viedeobeitrag zu sehen sein wird, steht leider noch nicht fest, aber wir arbeiten dran… und dann heißt es: “Hallo bei Klaro!”