„Steht ein Schlachter neben dem Tierarzt…“

„Steht ein Schlachter neben dem Tierarzt…“

Klingt wie der Anfang eines schlechten Witzes, ist aber genauso passiert. Es gab eben viel zu sehen im Forum, als unser 9. Jahrgang an zwei Tagen hintereinander zur Praktikumsbörse einlud.

Das Erlebte wurde nun auf einer Art Marktplatz im Forum des Schulzentrums präsentiert. Dabei wurden die Praktikanten nach Berufsfeldern in klassenübergreifende Gruppen eingeteilt und hatten die Aufgabe in einem Informationsstand ihre Berufe und Betriebe vorzustellen.

161 Schülerinnen und Schüler hatten am Anfang des Schuljahres für 2 Wochen die Schulbank mit dem Arbeitsleben getauscht, um so Erfahrungen in Sachen Beruf aus erster Hand zu sammeln. Umfangreiches Kennenlernen eines Ausbildungsberufs stand auf dem Programm.

In einer ersten Runde am Donnerstagnachmittag waren die Eltern und Vertreter der Praktikumsbetriebe eingeladen, sich einen Überblick zu verschaffen. Kurz vor Beginn war die steigende Nervosität zu merken, es ergab sich dann aber an vielen Tischen eine angenehme Atmosphäre, in der viele interessante Gespräche zwischen Eltern, Schülern und Lehrern geführt wurden.

Und es gab ja auch viel zu sehen und auszuprobieren: Ein original eingedeckter Restauranttisch oder eine ausgebaute Lichtmaschinen waren zu bestaunen. An einem Stand konnte eine von einem Schüler erstellte Verkabelung einer Reihenschaltung samt fachkundiger Erklärung und Schaltskizze ausprobiert werden. An einem anderen wurde Blutdruck gemessen oder das Friseurhandwerk erklärt, während nebenan alle Fragen zum Verlegen von Rollrasen beantwortet wurden und am Nachbarstand ein echter Pferdezahn präsentiert wurde. Und jeder Praktikant hatte natürlich eine Menge zu erzählen.

Am nächsten Morgen stand dann die zweite Runde auf dem Programm. Diesmal kamen die Schülerinnen und Schüler aus dem 8. Jahrgang auf den Marktplatz, um sich mit Blick auf das für Sie anstehenden eigene Praktikum im nächsten Jahr zu informieren. Klar gibt es hier die Möglichkeit, sich aus erster Hand zu informieren. Wo lohnt sich ein Praktikum und an wen muss man sich da wenden? Hier konnten die zukünftigen Praktikanten vom Ergebnis der jetzigen Neuntklässler direkt profitieren  – Berufsorientierung wie sie seien soll!

Mit dabei waren aber nicht nur die Lehrer. An dieser Stelle greift unser schulische Berufsorientierungskonzept ineinander, sodass sowohl unsere Berufseinstiegsbegleiter, als auch unsere Ausbildungslotsin an diesen Tagen ebenfalls mit an Bord waren, um ihre Schützlinge direkt zu beraten und als Ansprechpartner in Erscheinung zu treten. Und auch das Team der kommunalen Schulsozialarbeit ließ es sich nicht entgehen, einen Rundgang über den Markt zu unternehmen.

Nicht umsonst sind wir als einzige Schule in der Wedemark mit dem Siegel „Berufswahl- und ausbildungsfreundliche Schule“ ausgezeichnet.

Vielen Dank an alle Betriebe und deren Mitarbeiten, die einmal mehr unseren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben haben, berufliche Erfahrungen zu sammeln. Wir freuen uns aufs nächste Praktikum, das dann Mitte März ansteht.