Eine Schule für alle Kinder

Wie geht das?  Zum Wert von Heterogenität

Die IGS Wedemark räumt der Binnendifferenzierung im Rahmen des Unterrichts aller Fächer einen hohen Stellenwert ein.

Binnendifferenzierung bedeutet, alle Schülerinnen und Schüler einer Stammgruppe werden trotz unterschiedlicher Leistungsniveaus gemeinsam unterrichtet – und zwar so lange wie möglich.

Ab JG 7 werden die S. in einigen Fächern auf verschiedenen Niveaus (E = erweitertes Niveau, G = grundlegendes Niveau), aber im gewohnten Stammgruppenverband unterrichtet. Ab Jahrgang 9 werden die S. durch äußere Differenzierung in  den Hauptfächern in Kursen unterrichtet.

Bei kurzzeitigen Lernblockaden oder anderen entwicklungsbedingten Lernschwankungen haben so alle Schülerinnen und Schüler lange die Chance zwischen den Kursen zu wechseln. So bleiben Lernwege lange offen.

GEMEINSAMES LERNEN SOLANGE WIE MÖGLICH

Wir arbeiten  mit differenzierten Lehrwerken. Hier gibt es Aufgaben auf unterschiedlichen Niveaustufen. Am Ende kann jedes Kind das Ergebnis vorweisen, welches seinen Lernvoraussetzungen entspricht.

Offene Aufgaben sind so angelegt, dass Schüler mit unterschiedlichen Voraussetzungen  oft sogar gebraucht werden, damit die Gruppe die Aufgabe auf unterschiedliches Weise löst. Oder Schüler wählen aus einem offenen Lernangebot Aufgaben aus, die ihrem Lernniveau angemessen sind. Dabei unterstützt die Lehrkraft die Kinder beratend.

Expertenaufgaben und zusätzliche – auch über den Unterricht hinausgehende – Angebote für leistungsstarke Schüler runden das Angebot ab.

Spezielle Tischgruppenaufgaben, die nur von der ganzen Tischgruppe bearbeitet und gelöst werden können, sind ein besondere  Herausforderung an unsere Schülerinnen und Schüler. Wir arbeiten nach dem TIGA Modell = Konzept zur Unterstützung der Binnendifferenzierung.

Das Prinzip des „Schüler lehren Schüler“ fordert insbesondere unsere starken Schülerinnen und Schüler. Forschungsergebnisse zeigen, dass die didaktische Aufbereitung eines Unterrichtsstoffes zur Vermittlung an Schwächere  die eigenen Lernleistungen noch einmal vertieft und festigt.

Präsentieren können und  ohne Scheu vor anderen Dinge zu erklären, lernen unsere Schülerinnen und Schüler von der 5. Klasse an. So steigt stetig das Selbstbewusstsein und die Sicherheit im Auftreten vor Gruppen.

Wir gehen von einem Intelligenzbegriff aus, der sich nicht nur am IQ und an den Leistungen im kognitiven Bereich messen lässt. Emotionale Intelligenz, gutes Sozialverhalten, Teamfähigkeit, Kommunikationsbereitschaft und Konfliktfähigkeit sind Kompetenzen, auf die wir an unserer Schule sehr viel Wert legen.

BILDUNG  GESCHIEHT GANZHEITLICH – NICHT NUR IM FACHUNTERRICHT

In unserem Stundenplan an der Ganztagsschule wechseln sich kognitive  mit handlungsorientierten Fächern ab. So schaffen wir es die Konzentrationsphase ausgeglichen über den ganzen Tag zu erhalten. Schwerpunktstunden, Wahlpflichtkurse, musisch-kulturelle Fächer, AGs, Lernzeiten und Sport fordern den ganzen Menschen.

Wir lehnen den Begriff „fördern“ ohne „fordern“ ab. Jedes Kind muss auf seine Weise gefordert werden – immer gemessen an sich selbst und seinen Lernfortschritten. Daher steht die DIAGNOSE und stehen bedarfsgerechte Lernangebote sowie BERATUNG ganz weit oben.

IN GUTEN BEZIEHUNGEN LERNEN

Wenn Kinder in die Reflexion ihres eigenen Lernverhaltens geführt werden, können Erfolge erlebt und Lernrückstände besser kommuniziert und bearbeitet werden. Dazu brauchen wir auch die Eltern. Mit Ihrem Kind, Ihnen und den Fachlehrkräften stehen die Stammgruppenlehrkräfte in stetem Austausch, um das Beste für den einzelnen Schüler herauszuholen.